Sonntag, 10. Juni 2012

Das Ende einer Reise

Heute Nacht werde ich nach genau 160 Tagen in Suedostasien und Australien meine Reise aus Geldmangel abbrechen. Der Flieger von Bangkok wird mich zuerst nach London und von dort weiter nach Frankfurt bringen. Ich hatte (trotz mancher Probleme) eine geile Zeit und werde mich immer gerne daran erinnern. Ich habe viele interessante Leute kennengelernt und soviel Eindruecke dazugewonnen, das nimmt mir keiner mehr. Dies ist jetzt der letzte Eintrag in diesem Blog, aber definitiv nicht meine letzte Reise. :-)

Kanchanaburi

Am Samstag sind Florian und ich nach Kanchanaburi gefahren. Die Hauptattraktion der am Fluss Kwai gelegenen Stadt ist die Eisenbahnbruecke im Stadtzentrum. Die Story um Kanchanaburi ist auch bereits 1957 verfilmt worden. Von dort sind wir mit der sogenannten "Death Railway" in den Sai Yok Nationalpark gefahren. Dort haben wir uns in der Naehe des Sai Yok Noi Wasserfalls Lunch gegoennt und sind dann wieder zurueck nach Bangkok. Der Zug hat seinen Namen von den unzaehligen Kriegsgefangenen erhalten, die waehrend des Baus der Strecke durch den Dschungel von Thailand in das heutige Myanmar Ihr Leben verloren haben.

Freitag, 8. Juni 2012

Eine Tankstelle in Cambodia

So sieht uebrigens eine Tankstelle in Kambodscha aus. Ansonsten nimmt man auch gerne leere Cola Flaschen zum Benzinverkauf. :-)
Benzin....


Diesel....


Kambodscha war richtig klasse, leider hat man nicht genuegend Zeit um sich alles in Ruhe anzuschauen. Ich brauche halt noch ein Grund wiederzukommen.Wir sind nun wieder zurueck in Bangkok.

Die grosse Runde und Siem Reap

Der naechste Tag in Kambodscha began wieder frueh, da Ramon uns heute die entlegeneren Tempel und Ruinen von Angkor zeigen wollte. Da dies meist kleinere Gebaeude waren, habe ich mir nicht alle Namen merken koennen. :-) Dazu waren es einfach zu viele Stops. Bei den Fahrten durch das Land wird einem erst bewusst wie gros das Koenigreich Angkor einmal gewesen sein muss. Die aelteste bekannte Ruine ist bereits aus den 8. Jahrhundert. Am Vormittag des dritten Tages haben wir uns die Innenstadt von Siem Reap angeschaut und sind gemuetlich ueber ein Markt geschlendert. Nachmittags hat uns ein Tuk Tuk Fahrer (Ray) noch zum Banteay Srei 38 km nordoestlich von Siem Reap gebracht. Da dieser Tempel und die Festung dem Hindu Gott Sri gewidmet ist, setzte sich das Aeussere komplett von den Angkor Gebaeuden ab. Abends haben wir uns dann in der "Pub Street" (das war wirklich der offizielle Name) ein paar lokale Biere gegoennt.


Angkor Wat

Nach einem ausgiebigen franzoesischen Fruehstueck mit Omelett und frischen Baguette, haben wir uns mit Ramon ein Tuk Tuk Fahrer organisiert. Wir haben Ihm 10 Dollar bezahlt, das er uns 1 Tag quer durch das Land transportiert. Dies ist die einfachste und bequemste Methode die Tempel um Angkor Wat zu besichtigen. Das gesamte Areal ist so im 12. Jahrhundert durch die Khmer erbaut worden und gilt immer noch als die groesste Anlage Ihrer Art der Welt.
Angefangen haben wir mit der beruehmtesten Tempelruine von Angkor Wat. Hier haben wir uns 2 Stunden aufgehalten und es war einfach traumhaft schoen. Fotos zeigen spaeter mehr als tausend Worte. Gerade wieder zurueck an der Strasse kam uns schon Ramon mit 2 gekuehlten Wasserflaschen entgegen. Er hat dort 2 Stunden auf uns gewartet und uns gleichzeitig noch Wasser besorgt, welches er nicht bezahlt haben wollte. Er sagte uns, das wir Ihm mit den 10 Dollar schon die Woche gerettet haben. Danach ging es weiter nach Angkor Thom. Ein Wat ist immer ein Tempel, Angkor Thom war die urspruengliche Stadt dazu. Zuerst passiert man eine Bruecke um die Stadtmauern zu erreichen. Das Gelaender wird von dutzenden Steinskulpturen in Menschenform getragen und dies ist schon ein beeindruckendes Bild. Das schoenste Gebaeude in Angkor Thom ist definitiv Bayon. Jede Wand in den oberen Etagen hat in jede Richtung ein Steingesicht mit einer Groesse von jeweils mehr als 2 Metern. Wow... Unbeschreiblich...
Ausserdem haben wir uns noch den Royal Palace und andere teilweise gut erhaltene Ruinen angeschaut. Danach hat uns Ramon zum Ta Prohm gebracht. Diese Anlage ist im Laufe der Jahrhunderte komplett vom Urwald zurueckerobert worden. Nun halten riesige Baeume die Steine der Gebauede zusammen. Wuerde man die Baeume entfernen, wuerde die gesamte Anlage einstuerzen.
Abends hat uns Ramon dann wieder zum Guesthouse gebracht. Da uns der Ausflug und der Service mit dem Tuk Tuk so gefallen hat, haben wir Ramon gleich fuer den naechsten Tag nochmal als Chauffeur beauftragt.



Mittwoch, 6. Juni 2012

Kambodscha

Nach einer kurzen Diskussion ueber den Reiseverlauf der naechsten Tage haben wir uns entschieden nach Kambodscha zu reisen. Die Fahrt war auf jeden Fall bereits ein Abenteuer fuer sich. In Bangkok hatte man uns erzaehlt das man ein Passfoto fuer das Visum benoetigt. Wir sind dann natuerlich sofort zum Fotografen und haben uns neue Passfotos machen lassen. Der Bus an die Grenze stoppte an einem dubiosen Restaurant noch ca. 5 km von Kambodscha entfernt. Hier mussten wir den Visaantrag ausfuellen, die Fotos abgeben und die angeblich offizielle Visa-Gebuehr zahlen. Wir wussten das diese Gebuehr geringfuegig hoeher war, aber wir wollten so stressfrei wie moeglich ueber die Grenze kommen und haben bezahlt. Alle die kein Passfoto hatten, mussten dort fuer viel Geld am Restaurant welche nachmachen lassen. Von dort ging es mit einem Kleinbus ein kurzes Stueck weiter, jedoch ist die Grenzueberquerung nur zu fuss moeglich. Es ist immer noch verboten per Fahrzeug von Thailand nach Kambodscha einzureisen. Nach dem Passieren der Thai Border kamen wir in die neutrale Zone, in der mehrere Casinos stehen. Diese vor Geld protzenden Gebaeude passten definitiv nicht in diese Gegend. Beim stempeln meines Passes in Kambodscha bemerkte ich, das kein Foto von den Beamten genutzt worden ist. Spaeter stellte sich heraus, das dies seit einem halben Jahr nicht mehr benoetigt wird und uns das Unternehmen nur abzocken wollte. Nach ein paar hundert Metern zu Fuss durch Kambodscha wurden wir mit einem Bus weiter in Richtung Siem Reap gebracht. Allerdings stoppte unser Bus bereits nach knapp 10 km wieder an einem Busterminal mitten im Nirgendwo. Es stellte sich heraus, das wir hier unsere Mittagspause machen sollten und fuer Kambodianische Verhaeltnisse fuer viel Geld was zu essen kaufen konnten. In Kambodscha kann man mit USD (haben wir uns in Thailand bereits besorgt) und den einheimischen Rial bezahlen. Hauptwaehrung ist aber der Dollar. Vom Busterminal ging es dann fast ohne Verzoegerung weiter. Der Fahrer musste natuerlich noch an einem Kiosk halten und solange Pause machen, bis jeder etwas dort gekauft hat. Ich denke der Kiosk gehoert einem Verwandten des Fahrers. :-)
Am Strassenrand konnten man waehrend der Fahrt bereits erkennen, das Kambodscha einiges aermer als Thailand ist. An unserem Guesthouse angekommen hat mich die Gastfreundlichkeit und der Service der Khmer echt umgehauen. Das Gepaeck wurde aufs Zimmer getragen, es wurde uns 2 Flaschen Wasser gereicht zur Erfrischung nach der langen Fahrt usw..... einfach klasse. Das Zimmer (2 Einzelbetten) kostete uns 13,50 USD pro Raum pro Nacht (USD 6,75 pro Person) inkl. Fruehstueck, Fahrrad, Tuk Tuk in die Stadt, Klimaanlage und Wasser zu jeder Zeit. Das Personal hat einfach alles fuer einen getan, das der Auffenthalt perfekt ist. Besser geht es nicht.
Die naechsten Tage standen dann im Zeichen der Tempel von Angkor.

Verstaerkung aus Deutschland

Am Sonntag (27.05.) habe ich dann Florian vom Flughafen in Bangkok abgeholt. Florian ist ein Freund und ehemaliger Arbeitskollege mit dem ich schon so manches Land bereist habe. Die ersten Tage konnte ich mich natuerlich gut als Reisefuehrer anbieten. Mittlerweile bin ich auch schon ein richtiger Bangkok Fachmann, da ich in den letzten Monaten nur in Adelaide in South Australia laenger gewohnt habe. Der erste Ausflug mit Florian in die Umgebung ging dann zum Floating Market nach Damnoen Saduak (ca. 100 km Suedwest und ca. 2 Stunden mit dem Bus von Bangkok).Mit dem Bus ging es bis an einen Kanal, von wo wir mit einem Holzboot auf dem Wasser zum Ausgangspunkt des Marktes gebracht worden sind. Der Floating Market ist ein traditioneller Thailaendischer Markt auf dem Fluss, bei dem die Haendler aus Ihren Booten heraus Obst, Gemuese sowie T-Shirts und Souvenirs an den Mann bringen. Natuerlich ist dies nicht mehr "der" traditionelle Markt, da es sich zu einer reinen Touristenattraktion entwickelt hat. Leider ist dadurch der Charme eines solchen Marktes etwas verloren gegangen.