Mittwoch, 11. April 2012

Devil Marbles, Buschfeuer und 100 Tage unterwegs

Mein Eindruck vom Hostel in Tennant Creek ist nach 4 Naechten nun deutlich besser. Ok, es ist schmutzig und es gibt viele Kakerlaken... aber es ist irgendwie gemuetlich. Es gibt eine Bank vor meinem Zimmer auf der Veranda. Dort habe ich immer gefruehstueckt und nachdem ich duschen war habe ich mir mein Buch geschnappt und versucht zu lesen. Es hat allerdings keine 5 Minuten gedauert bevor Toni (Der Besitzer, ca. 80 Jahre) oder Bill (Nachbar, ca. 60 Jahre) sich dazu gesellt und mir Geschichten von damals erzaehlt haben. Frueher war naemlich in Tennant Creek alles besser. :-) Den Beiden war wahrscheinlich einfach nur langweilig und sie haben sich gefreut, das sich jemand ueber Ostern hierhin verirrt hat.
Am Ostermontag bin ich dann mit Bill und einer Franzoesin und einer Englaenderin (sind am Montag morgen angekommen) zu den Devil Marbles gefahren. Zuerst hat er uns aber eine Termitenstadt gezeigt, die sich am Strassenrand angesiedelt hat. Die sogenannten Teufelsmurmeln sind eine Ansammlung riesiger Granitkugeln, die spektakulaer aus der Ebene ragen. Nach dem Glauben der Ureinwohner stellen die runden Felsbrocken die Eier der Regenbogenschlange dar. Dort haben wir dann noch zusammen gegrillt.
Um 3 Uhr morgens am Dienstag ging dann mein Bus nach Katherine. Da wir mitten in der Nacht gefahren sind, konnte ich schnell die riesige Feuerwand am Strassenrand erkennen. Das Feuer ging teilweise schon bis auf 10 Meter an die Strasse heran. Unser Busfahrer ist aber ruhig geblieben und hat uns sicher ans Ziel gebracht. Am Mittwoch bin ich dann seit genau 100 Tagen mit meinem Rucksack unterwegs.


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